Die Geschichte der Forellenzucht Reile



Max Reile war der Gründer unserer Forellenzucht. Er war ein Fischer vom alten Schlag, traditionsbewusst und gleichzeitig aufgeschlossen allen neuen Dingen gegenüber.

Er führte im schönen Usseltal, zwischen der Donau und den Ausläufern der fränkischen Jura, seine Teichanlage als Familienbetrieb. Es ist die einzige gewerbliche Fischzucht im Landkreis Neuburg-Schrobenhausen.

Der gelernte Schuster verwirklichte sich in der Heimat seinen Traum von eigenen Fischteichen. Als er Anfang der 60er Jahre damit begann, kleine Weiher neben der Ussel anzulegen, stellten sich skeptische Landwirte dagegen. Sie wollten das Usselwasser nicht aufgestaut, sondern schnell abfließen d sehen. Der Naturfreund Max Reile konnte auch dieses Problem lösen und so war die Basis geschaffen und die Anlage in Trugenhofen wuchs zusehends.

Grundlage des Betriebes war und ist der 35 Kilometer lange Donaunebenfluss Ussel. Dass sich der Fluss heute naturnah in vielen Mäandern der Mündung in die Donau zubewegt, ist Max Reile zu verdanken: Er verhinderte mit Mitkämpfern die bereits beschlossene Begradigung der Ussel durch die Flurbereinigungsbehörden.

Seine Forellenzucht stärkte er mit Quellwasser aus dem Talgrund. Er setzte hauptsächlich auf kleine Naturteiche, ließ aber Ende der 80er Jahre erstmals Becken betonieren, um die Bewirtschaftung zu verbessern. Mit Fleiß und Beharrlichkeit schaffte es der Familienbetrieb autark zu werden und Regenbogen- wie Bachforellen im eigenen Bruthaus zu ziehen.

Gastwirte und Kundschaft aus der Kreisstadt und Umland holen sich in Trugenhofen Leben- und Räucherfisch, Filets, Lachsforellen, auch Karpfen, Hechte und Zander. Besatzforellen gehen an Vereine und Fischpächter bis ins schwäbische und fränkische Land hinein.

Das Credo des Teichwirts Max Reile war immer klar: naturnah produzieren, Qualität liefern.

Wenn Hochwasser die Fischbrut mitschwemmte, konnte ihn das genauso wenig entmutigen wie Ausfälle im Hochsommer. Ein Fischsterben im Sommer 1976, als ein Landwirt Wasser wegpumpte, und ein Katastrophe im Jahr 2002, als 8 Tonnen Forellen und Saiblinge nach Silowassereinleitung verendeten, brachten den Familienbetrieb aber an den Rand des Ruins.

Sohn Peter Reile baute den Bestand wieder auf, die Fischzucht Trugenhofen floriert erneut.

Der Seniorchef hatte sich sein Fachwissen fast ausschließlich durch eigenen Praxis erworben. Mit seiner bodenständigen Art war Max Reile im Kreis der Jäger und Fischer außerordentlich beliebt. Er schloss sich den Berufskollegen in Schwaben und nach der Gebietsreform 1972 dem Verband in Oberbayern an. Mit Fachleuten wie Josef Schmid, Richard Wutzer und Peter Wißmath hielt er regelmäßig Kontakt.

Altlandrat Richard Keßler und Josef Hubbauer, Sprecher der Donaufischer, sagten bei der Beerdigung, dass mit Max Reile ein gastfreundlicher Mann und ein Bewahrer der heimatlichen Natur heimgegangen sei.

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